Travelling Tangles

Von meiner Warte aus erscheint es, als ob inzwischen alle in der Zentangle-Welt von den „Travelling Tangles“ gehört haben müssen. Aber falls doch nicht, will ich das doch kurz erklären. Travelling Tangles (reisende Tangles) werden von einer Person angefangen, dann von jemand anderem fertiggestellt. Das kann man direkt machen, z.B. bei einem Tangle-Treff mit befreundeten oder benachbarten TanglerInnen…oder man kann die Kachel durch die halbe Weltgeschichte schicken! (Für Letzteres gibt eine sehr aktive Facebook-Gruppe, die für jeden offen ist, falls Ihr größeres Interesse verspürt.) Ach, ist das schön. Es ist eine Bereicherung und eine Herausforderung, eine Kachel, die von jemand anderem angefangen wurde, weiterzuführen. Da merkt man erst recht, wie sehr man sich ein dem eigenen Stil oder Vorgehensweise gewöhnt hat. Und es ist immer eine tolle Überraschung zu sehen, wie jemand anders eine Kachel zu Ende bringt, die man selbst angefangen hat.

From where I stand it would seem that meanwhile everyone in the Zentangle world has heard of travelling tangles. But just in case you haven’t, let me briefly explain the idea. Travelling tangles, or tile swaps, are when one person starts a tile and someone else finishes it. You can do this directly, for example at a tangle meet-up or in a tangle class….or you can send and receive tiles halfway around the world! (There is a very active Facebook group dedicated to this project which is worth joining if you are interested.) It is a wonderful experience. It is both inspiring and challenging to finish a tile that someone else started. You are likely to become acutely aware of how you have gotten used a particular style and/or procedure. And it is so much fun to see how someone else completes a tile you started.

Mein allererste Tausch war mit Sue Zanker aus Australien. Sue – die ich ursprünglich von Flickr kenne – hat mich angesprochen und meine Ängste genommen, hier mitzumachen. Ja, man wird auch nervös, denn man könnte ja die Kachel vermasseln. Ich vermassele meine Kacheln schon mit ziemlicher Regelmässigkeit – manchmal bin ich einfach etwas zu experimentierfreudig! Aber Sue hat mir versichert, dass es egal ist. Und ich durfte mir sehr viel Zeit lassen. Also habe ich es gewagt und mit Sue meine ersten Travelling Tangles fertiggemacht:

My first tile swap was with Sue Zanker from Australia. I first met Sue on Flickr, and she encouraged me to swap tiles with her and calmed my fears of possibly not doing her tiles justice. (Sometimes I am too experimental and the results are less than stellar…) Sue assured me that I didn’t have to post a tile if I was not happy with it and that I could take my time. So I agreed and I am so glad I did! These, then are the first travelling trangles I completed:

 

Nach dieser Erfahrung war ich Feuer und Flamme für Kacheltausche und verschickte von mir angefangenen Kachel an meinen „Zentangle-Schwestern“ in Deutschland, Nadine Roller, Sabrina Stein und Katharina Königsbauer-Kolb (wir waren zusammen bei der CZT-Seminar in Providence). Und das, obwohl sie mich gar nicht darum gebeten haben (hi hi hi).  Sie haben alle die Kachel brav getangelt und hatten auch viel Spass daran. Sabrina hat darüber hier gebloggt. Und Katharina hat mir sogar dann auch Kachel zum Fertigmachen geschickt! Ich habe fast all fertig (eine fehlt noch…ich habe es irgendwie vorübergehend vergessen aber ich mache sie noch!):

At this point I was determined to spread the joy of tile swaps to some dear Zentangle friends who I knew would not refuse me, even though they didn’t actually ask me to swap with them, heh-heh-heh:  my „Zentangle sisters“ Nadine Roller, Sabrina Stein and Katharina Königsbauer-Kolb (we were at the CZT Seminar in Providence together). They all dutifully finished the tiles, and definitely had fun. Sabrina blogged about one of our swaps here. And Katharina sent me some of her own to finish! I have completed all but one (which I somehow overlooked but will definitely get to soon):

Ein Bijou/a Bijou:

Eine normale Kachel/a regular tile

Was Buntes/Something colorful

 

Mein letzter Tausch (bis jetzt) war mit Debbie New, CZT aus Singapur. Debbie und ich haben uns auch bei Flickr zunächst angefreundet. Erst nach dem CZT Seminar in Providence haben wir entdeckt, dass wir beide gleichzeitig da waren! So schade, dass wir uns verpasst haben. Nichtsdestotrotz pflegen wir unsere virtuelle Freundschaft und hoffen, dass wir vielleicht eine weitere Gelegenheit bekommen. Debbie hat mir Kachel und Papiere geschickt, auf dem sie handgemischte Acrylfarbe angebracht hat. Mit dem Papier habe ich mich noch nicht ausgetobt aber die Kachel habe ich fertig. Die erste Kachel war leer außer der tollen Farbe:

My most recent exchange to date was with Debbie New, CZT from Singapore. Debbie and I were also Flickr friends. But after I returned from the CZT Seminar in Providence, I discovered Debbie had been there at the same time! It’s so unfortunate that we didnt know that and didn’t meet each other there! Darn. But we continue our virtual friendship and who knows, maybe we will get another opporunity. Anyway, Debbie sent me tiles and paper that she had brushed (or perhaps sprayed?) with acrylic paint she mixed herself. I have not played with the paper yet, but I did complete the tiles. The first tile she sent was empty except for the lovely, inspiring color:

Debbie hat auf der zweiten Kachel etwas getangelt – etwas so fein und genau und wunderbar, dass ich nicht aus dem Staunen herauskam. Da musste ich lange überlegen, wie ich das weiter mache. Zum Schluss habe ich dann buchstäblich weitergemacht, d.h. diese schöne Form von Debbie wiederholt…naja, so gut wie ich konnte. Ich bin sicher, dass Debbie Zauberstifte benutzt, denn es kann nur an den Stift liegen, dass ich das nicht so fein und genau wie sie hinbekommen habe, oder? Trotzdem gefällt mir das Ergebnis sehr.

Debbie tangled a bit on the second tile – something so delicate and precise I could not get over it. I had to think Long and hard about how to continue, and decided in the end to literally continue, i.e., by repeating that beautiful tangled shape Debbie had drawn. Well, I repeated as well as I could. I decided that Debbie must have magical pens, because the only reason I couldn’t quite match her delicate precision has to be the pen, right??? Anyway, I am still very happy with the end result:

Nun wenn ihr auch Lust darauf bekommt habt, neue Freunde in der ganzen Welt zu finden und eure Tangle-Muskeln herauszufördern, dann könnt ihr die Facebook-Gruppe „Traveling Tangles“ beitreten. Wenn ihr nicht auf Facebook seid und sonst niemanden kenne, dann schreibt mich (z.B. in den Kommentaren). Ich tausche gerne mit jeder und jedem!

If this has awakened your interest in making new friends from all over the world and stretching your tangle muscles, then I highly recommend joining the Facebook Group „Traveling Tangles“. If you aren’t on Facebook and don’t know anyone to swap with, then write to me (e.g., in the comments). I would be glad to have another swap partner or two…

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Bloosa und gesprühten Tinte/ Bloosa and sprayed ink

Im November 2015 besuchte ich CZT Ela Rieger (vielleicht kennt ihr ihre tolle Webseite, das ElaToRium mit dem Daily Challenge und der Musterquelle), und wir waren auf der Kreativmesse in Stuttgart (wo wir Zentangle-Workshops durchgeführt haben). Als wir da waren hat Ela mich überzeugt, folgende Stifte und Gerät zu erwerben:

In November 2015 I visited CZT Ela Rieger in Stuttgart (you might be familiar with her fantastic website, ElaToRium, featuring the daily challenge and an excellent resource for tangle patterns, the Musterquelle). We were at the Creativity Fair to give Zentangle workshops and while we were there, Ela convinced me to purchase the following art supplies:

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OK, wenn ich sage, Ela hat mich überzeugt, vielleicht meine ich eher, dass sie lediglich zu mir gesagt hat: „Schau das hier an, ist das nicht toll?“ Wenn aber man in meiner Nähe so über Künstlerbedarf spricht, dann kommt das einer Kaufaufforderung gleich und der bin ich prompt gefolgt. Ich frage mich in solchen Momenten nicht wann oder wie ich das Produkt benutzen werde – diese Frage klärt sich schon irgendwann. In diesem Fall, hat es eine Weile gedauert, aber ich habe diese Stifte vor ein paar Wochen ausgepackt und in das Gerät montiert und damit auf einige Kachel die Tinte versprüht. Spass hat das gemacht!

Als das ich die erste Kachel betrachtete kam mir „Bloosa“ ziemlich schnell in den Sinn. „Bloosa“ ist eins von den vielen schönen Tanglemuster von Diana Linsse in ihrem Buch „Zentangle: Der ultimative Kurs“.  Ich mochte sehr, wie Diana Bloosa auf die Kachel in ihrem Buch benutzt hat und habe gleich gesehen, wie ich es auf meiner ersten Sprühkachel einbringen wollte.

Now, when I say that Ela convinced me to buy these items, what I really mean is that she said to me: „Look at this. Pretty cool, huh?“ But if you talk about art supplies like that around me, it pretty much amounts to demanding I buy them. (I am sure many of you can relate.) I don’t ask myself when or if I will use the product – I am confident an opportunity will arise. In this case, it took awhile but a few weeks ago I unpacked the pens, mounted them in the „spritzer“ and sprayed ink on a few tiles. Fun!

As I considered my first tile, Bloosa immediately came to mind. Bloosa is one of Diana Linsse’s patterns in her book Zentangle: Der Ultimative Kurs, which I don’t think is available in English. But I loved the way she used it in her book and I quickly saw how I could also use it on my first sprayed-ink tile.

 

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Bloosa and some Beadlines-Fescu.

Auf der zweite Kachel wollte ich das Muster dann wieder benutzen. Then I also used it for the second tile:

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Bloosa with some embellishments.

Tja und dann war mir klar, dass die letzten beiden eingesprühten Kachel auch mit Bloosa zu tun haben müssen! Bloosa spielt also auch die Hauptrolle auf dieser Apprentice-Kachel:

At this point, I was on a Bloosa roll, and featured it in the third tile, which is an apprentice tile.

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Bloosa with Coral Seeds, Pokeleaf, Mooka and Waves.

Und zum Schluss, habe ich Bloosa als Faden auf der Zendala benutzt. Dafür ist Bloosa wirklich toll geeignet! Ich muss gestehen, ich habe ein Glas für den Kreis in der Mitte benutzt. Allerdings habe ich beim Tanglen nicht aufgepasst und habe an einer Stelle über die Linie gezeichnet…trotzdem sieht es viel symmetrischer aus, als ich es freihändig hinbekommen hätte.

For the Zendala, I used Bloosa as the string. It is pretty perfect string for a Zendala. I admit to using a glass to draw the middle ciricle. However, while I was tangling I managed to tangle over that line in one place – but it is still much more symmetrical than any circle I could draw by hand.

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Bloosa as string with Mooka, Jax, Slinky, Trazee, and B’Twixt.

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Blätter / Leaves

Ja, es stimmt. Wir haben bald Weihnachten und ich poste Kachel mit bemalten Blätter, Herbstbilder also. Naja, es hat keinen Zweck, es zu leugnen: ich bin öfters etwas langsam! Ich habe die Blätter mit Aquarellfarbe angemalt und auf die Kachel gedruckt – und das, als es noch Herbst war. Dann dauerte es, bis ich genug fertig getangelt habe, um eine Blogpost daraus zu machen. (Ihr könnte Euch jetzt schon auf meine weihnachtliche Post in Febuar freuen…nein, das ist ein Scherz. Ich hebe ihn für Weihnachten 2017 auf….;-) )

Yes, I know. It’s almost Christmas and I am posting tiles with painted leaves on them – in other words, fall designs. Well, they say the truth will out, and the truth is I often tend to run behind. I painted these leaves with watercolors and pressed them onto the tiles back when it was in fact still autumn. But it has taken me until now to finish enough to be worthy of a blog entry. (So you can look forward to my Christmas designs in February…no, just kidding. I’ll save them for Christmas 2017!)

Auf diesem Blatt habe ich den Druck der Blätter erstmal geprobt. Ich habe es anschließend getanglet. I practised printing the leaves on this page, which I later tangled :

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Nachdem ich sicher war, dass das einigermassen klappt, habe ich einige Bijous, normale Kachel und Zendalas mit verschiednen Blätter bedrückt. After I felt I knew what I was doing (more or less), I printed the leaves on Bijous, normal tiles and Zendalas.

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Red leaf print with Metroz

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Blue leave print with Yuma, Tridot, Diamond Drops, Tipple

Die folgende Kachel habe ich nicht zu Ende getangelt. Sie fing super an – mit Squid und Paisley Boa. Doch als ich Metroz in der Ecke setzte wurde mir klar, dass ich 4 gleich grosse Elemente, eine in jeder Ecke gesetzt hat, und diese Komposition finde ich einfach langweilig. Mir ist bis jetzt nichts eingefallen, wie ich das verändern könnte. (Falls ihr eine Idee habt, lasst mich es wissen!) Aber ich habe beschlossen, trotzdem zu posten, als Lehrstück sozusagen. Denkt daran, die Grösse der Elemente zu variieren, das ist viel spannender!

I didn’t finish the next tile . It started off great, with Squid and Paisley Boa. But when I put Metroz in the last corner I realized that I now had four elements of the same-size, one in each corner. I find this composition totally boring and I haven’t figured out how to fix it (if you have any ideas, let me know!). I am posting it as a lesson unto you: vary the size of your elements – it’s so much more interesting!

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Golden leaves with Squid, Paisley Boa, and Metroz. Zzzzzzz.

Die nächsten Kachel find ich viel besser! I like these ones much better:

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Red leaves & Fife

 

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Blue leaf prints with Popcloud,and Pokeroot.

 

Zum Schluß zwei Zendala. And finally, two Zendalas:

 

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Red leaf prints with Icanthis, Joki and Tipple

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Gold leaf prints with Reel, Fandango, Antidots, Auraleah, Courant, and Tipple

 

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Diva Challenge 294

So….suddenly I had a tile for the Diva Challenge. I read the challenge and saw a few tiles and thought it sounded like fun. I decided to take just a few minutes to see if I could come up with an asymmetrical fragment for my pattern Geschluckt, which I like to use as a reticula. (You can find the step-outs and other examples here.) And it went very quickly. I drew an assymetrical sprial, thought it had potential and decided to just go for it.  Thanks for stopping by!

Und ganz plötzlich hatte ich eine Kachel für die Diva-Challenge, hurra! Ich hatte die Challenge gelesen und einige Kachel schon gesehen und wollte schon gerne probieren. Also ich nahm einfach ein paar Minuten Zeit um zu sehen, ob ich einen asymmetrischen Fragment für meine Muster Geschluckt ausarbeiten könnte. (Ich benutze Geschluckt gerne als Retikulum für runde Fragmente – die Step-out dazu und andere Ideen findet ihr hier.) Zu meiner eigenen Überraschung hatte ich schnell etwas, das sehr einfach aber dennoch für mich interessant genug war, um es direkt auszuprobieren. Sofort. Und es ging schnell und es gefällt mir. Das Fragment ist ein asymmetrische Spirale. Hier ist die Kachel:

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Tangle: Geschluckt (reticulum) with assymmetrical spiral as fragment.

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Farbige Hintergründe / Colored Backgrounds

Eine Kachel einfärben und darauf tangeln – das hatte bis jetzt nicht sehr oft gemacht, dafür in den letzten Wochen ganz viel. (Ich bereite mich nämlich auf einen Kurs vor.) Es hat mir viel Spaß gemacht und ich mag die Ergebnisse sehr! Ich will euch zeigen, wie ich das bis jetzt gemacht habe.

I have just started coloring tiles before tangling on them – in preparation for a workshop. I discovered that it’s a lot of fun and I love the results. Here’s how I go about it.

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Das sind wasservermalbe Stifte / these Crayons are water-mixable

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Ich benutze auch Derwent Inktense Stifte / I also use Derwent Inktense pencils

 

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Ich verteile die Farbe in zufälligen Flächen/ I distribute random splotches of color.

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Dann mit viel Wasser vermischen / Then I add a lot of water

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Und so sieht es zum Schluss aus! / This is how it turned out!

 

Bis jetzt habe ich zwei Vorgehensweisen. Eine davon ist es, die Farbflächen als Faden zu nutzen und die Tangles von den Farbverläufe beeinflussen zu lassen. Das habe ich in dem obigen Beispiel gemacht. Die dunkleren, roten Flächen habe ich mit verschiedenen ähnlichen Rastermuster gefüllt (Bumpkenz und Nymph) und die gelben Flächen mit Sandswirl und Tipple. Hier sind weitere Beispiele von dieser Methode:

I have two basic approaches at this point. One is to use the splotches of color as a thread and let the color changes guide the changes in tangles. That is the case in the example tile above, where I used Bumpkenz and Nymph in the darker red patches and Sandswirl and Tipple in the lighter yellow spaces. Here are some more examples of this approach:

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Tangles: Twenty-One, Seton, Gneiss, Mooka

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Tangles: Flip Flap, Oposto, Gordgeous, Festune

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Tangles: Vi-Mount, Chinese Balloons, and Unnamed (from my sketchbook)

 

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Tangles: Fidget, Tagh (sort of), Humpzee, Facets, Fescu

Alternativ kann man auch die Farbverläufe ignorieren und auf die ganze Fläche so tanglen, als wäre der Hintergrund Weiß. Die Farben leuchten und bewegen sich dahinter, und tragen so ein weiteres Element zu der Komposition bei. Es kann wirklich sehr schön sein. Hier sind zwei Beispiele davon:

The other approach is to just pretty much ignore the color changes and tangle as if the backround were white. The different colors glow and move beneath the tangles to add another element to the composition. It can be really beautiful. Here are two examples of this:

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Tangles include: Bales, Flux, W2, Gobi, Sandswirl, Harfe, Paperweights, Printemps, Trazee.

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Tangle: Opus with auras and orbs and extra curls.

 

 

 

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Farbe benutzen / Using color

Wenn es um Farbe geht, da scheiden sich die Geister. Ich kenne Einige, die mit „bunter“ Zentangle-Kunst nichts zu tun haben wollen; andere finden ihr Werk nur mit Farbe vollendet und schön. Die ursprüngliche Zentangle®-Methode verzichtet auf Farbe vor allem deswegen, um die Sache einfach zu halten. Und ich persönlich finde nicht, dass Farbe zwingend notwendig ist – die schwarz-weißen Kachel sind in meinen Augen vollkommen und bieten unendliche Möglichkeiten. Ich mache nach wie vor überwiegend schwarz-weiße Zentangle-Kunst, vor allem dann, wenn ich runterkommen und entspannen will.

People have widely different opinions on color in Zentangle® inspired artwork. I know a number of Zentangle artists who are „purists“ and dislike anything but the faintest touch of color in their work; others believe color brings the finishing touch of perfection to their art. The original Zentangle method sticks to black pen and graphite on white paper mostly for reasons of simplicity. Personally, I don’t think color is really necessary – the black-and-white play of lines, and the depth added by graphite is absolutely beautiful and offers endless creative possibilities. I have always mostly worked in black and white, especially when I am tangling to relax.

Nichtdestotrotz bin ich eigentlich immer offen dafür gewesen, Farbe auch bei Zentangle-Kunst zu verwenden. Ich komme ja zu Zentangle auf dem Umweg der Malerei. Ich habe ziemlich schnell bunte Stifte angeschafft und damit angefangen zu spielen, wenn auch sehr begrenzt.

Having said that – I have nonetheless always been open to and interested in using color. After all, I was painting at the time I took up with Zentangle. It wasn’t long before I began to experiment with color when I tangled, even if I really only dabbled.

Das Thema „Farbe“ im Tanglen ist vielfältig. Es geht nicht nur darum, welche Farbe(n)man nutzt, sondern es umschreibt viele verschiedene Techniken und Materialien. Man kann mit farbigen Stiften tanglen oder Farbe einer schwarz-weisse Kachel nachträglich hinzufügen. Man kann auf farbigem Papier tanglen und/oder das Papier vorher nach verschiedenen Methoden färben. Und man kann diese Vorgehensweisen auch alle miteinander kombinieren!

Using color with Zentangle can mean many different things – it’s not just a question of what color(s) to use, but which techniques and materials. It can mean drawing your tangles with colored pens, adding color to tangles drawn in black, or drawing tangles on colored paper – either in black or with colored pens. And for this you can either use colored paper or add the color yourself using any number of means and mediums. And of course every and any combination of these methods is also possible!

Außer ganz am Anfang, wo ich ein paar sehr, sehr bunte Sachen ausprobiert habe, habe ich mich bis jetzt meistens für nur eine Farbe oder für dezente Farben entschieden:

When I was fairly new at tangling I did try a few extremely colorful things, but since then I have usually just chosen one color or kept the colors muted:

skull

Just one color(red) with Purk, Pointerz, Zedbra, Droplets, 2013

 

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Muted colored pancil: Rain, Tripoli; 2014

 

color background

Grays and olives: Mooka, Crescent Moon, Flux, Printemps 2016

Midoosa Gems

Amber with hints of pink; Medoosa and Mooka, 2016

Doch neulich wollte ich etwas mutiger sein und habe ein paar Kachel ausgesucht, von denen ich dachte, Farbe würde sie gut stehen. Hierfür habe ich habe Prismacolor Buntstifte verwendent und zeige euch die, die mir gefallen:

Recently, however, I decided to be slightly more daring and picked out a few tiles that I thought would look good with color. I used Prismacolor colored pencils to add Color – here are the ones I think turned out nicely:

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Molygon; Crescent Moon tangelation.

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Yuma

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Geschluckt with Fragment C24 from the Zentangle Primer

Zum Schluss habe ich probiert, die Kachel ganz fröhlich-bunt mit wasservermalbare Stifte einzufärben. Darauf habe ich mit bunten Gelstifte (Moonlight von Sakura) sowie mit schwarzem Micron getangelt. Sehr bunt aber schön – oder?

Finally, I decided to try coloring my tiles with very bright and cheery colors using aquarel crayons. I tangled on this Background with Sakura Moonlight gelly rolls and black Micron. Very bright, but rather pretty, don’t you think?

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Floo, Tipple, Fescu

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Printemps, Wheelz, Frost Flower, Flux

 

 

 

 

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Tangle Spielerei – Playing with Tangles

Eine meiner Lieblingsmuster aus „Zentangle für jede Gelegenheit“ von Katharina Königsbauer-Kolb ist „Frunky.“ Das Muster ist genau so toll wie der Name klingt. Einfach und verspielt, Frunky besteht aus zwei Komponenten die man miteinander nach Lust und Laune abwechselt. Unten seht ihr eine Kachel mit Frunky in der oberen linken Ecke.

One of my favorite patterns in „Zentangle für jede Gelegenheit“ by Katharina Königsbauer-Kolb is „Frunky“. It’s a great name and the tangle lives up to it. It’s so simple and fun, made up of two componants that alternate with each other in a random way. Here is Frunky in a tile I did. Frunky is in the upper left portion of the tile.

Jayish with Frunky

Frunky, JH-ish, Flux and Delilah

Als ich Frunky neulich in Augenschein nahm, sah ich darin die Fusion zweier Elemente aus den Mustern Fescu und Shattuck. Das brachte mich auf die Idee, dass man vielleicht eine ganze Reihe neue Muster dadurch kreieren könnte, in dem man Elemente aus verschiedenen Mustern nach Frunky-Art kombiniert. Ich hatte ganz viel Spaß daran, auch wenn ich zum Schluss gekommen bin, dass meine Ergebnisse keine neue Muster sind. Dennoch ist es eine weitere Idee, wie man mit Mustern spielen kann. Unten seht ihr meine ersten Experimente. Vielleicht kriegt ihr Lust, selber zu experimentieren!

Recently as I was contemplating Frunky, I saw it as the fusion of elements from two other tangles, namely Fescu  and Shattuck. And that got me thinking that maybe a whole bunch of new tangles could be created by combining elements of various patterns in a Frunky way. I really had a lot of fun thinking about which elements to try together, even if I decided in the end that what I came up with were not new tangles. But they are a fun way to play with tangles. So here are some of my first experiments – maybe they will inspire you to try it too!

Cubine Lily Pads

Cubine and Lily Pads

Flux Crescent Moon

Crescent Moon and Flux

garlic cloves and tagh

Garlic Cloves and Tagh Tanglation.

Lotus Pods and Enyshou

Enyshou and Lotus Pods.

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